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Große Bühne, starke Verbindung: Mitterhuemers WM-Debüt

Für Julia Mitterhuemer ist am Donnerstag bei den FEI Para Dressage World Championships in Aachen ein Traum in Erfüllung gegangen. Die Steirerin bestritt mit ihrer erst siebenjährigen Showgirl 4 ihre erste Prüfung bei einem Championat und belegte im Para Grand Prix (Grade IV) mit 63,417 Prozent Rang 19.

Noch vor wenigen Monaten war für Mitterhuemer kaum absehbar, wohin die gemeinsame Reise mit Showgirl 4 in dieser Saison führen würde. In Aachen angekommen, wartete auf die Championatsdebütantin schließlich eine der größten Bühnen des internationalen Pferdesports. Die ersten Trainingseinheiten in der beeindruckenden Kulisse waren dementsprechend von Nervosität begleitet. Mit jedem Tag wuchs jedoch das Vertrauen – vor allem in ihre junge Stute.


„Sie hat mir ein unglaublich gutes Gefühl gegeben“

Unmittelbar vor der Prüfung wurde die Vorbereitung noch einmal erschwert. Aufgrund von Änderungen auf den Abreiteplätzen konnte Mitterhuemer ihre gewohnte Vorbereitung nicht wie geplant absolvieren. Gerade bei der erst siebenjährigen Showgirl 4 machte sich das bemerkbar. Im Viereck fand das Duo aber zusammen und absolvierte seine erste Championatsprüfung mit einigen gelungenen Momenten. „Natürlich waren ein paar größere Fehler dabei und es war noch nicht alles optimal. Aber das Gefühl, das sie mir im Viereck gegeben hat, war einfach super. Sie war bei mir, hat für mich gekämpft und sich trotz ihrer Anspannung voll zusammengerissen. Diese Verbindung, die wir da drinnen hatten, war für mich etwas ganz Besonderes“, sagte Mitterhuemer nach ihrem Ritt.

Vor allem die Erfahrung auf der großen Bühne nimmt die 32-Jährige aus ihrer Premiere mit. Für die selbstkritische Reiterin ist der Auftritt in Aachen auch persönlich ein besonderer Schritt. „Ich bin grundsätzlich ein sehr unsicherer Mensch und sehe meine eigenen Leistungen oft sehr kritisch. Diese Zeit hier hat mir aber viel Selbstvertrauen gegeben – vor allem gemeinsam mit meinem eigenen Pferd. Allein in diesen knapp fünf Minuten im Viereck sind wir für mich noch einmal richtig zusammengewachsen.“

Den Weltmeistertitel im Para Grand Prix Grade IV sicherte sich Kate Shoemaker (USA) mit Vianne und 78,7889 Prozent. Silber ging an Anna-Lena Niehues (GER) mit Vive l’Amour (74,639 %), Bronze an Nicola Naylor (GBR) mit Humberto L (73,861 %).

Österreichs Para-Team am Freitag im Einsatz

Für das österreichische Para-Team geht die Weltmeisterschaft am Freitag mit dem Para Grand Prix B Team Final & Second Individual Qualifier for the Grand Prix Freestyle weiter. Pepo Puch mit Royale Choice und Julia Sciancalepore mit Heinrich IV treten im Grade I an, Thomas Haller und Haller’s Hermine im Grade III.

Mitterhuemer und Showgirl 4 absolvieren ihren zweiten WM-Auftritt im Grade IV am Samstag. Die Vorfreude darauf ist nach der gelungenen Premiere groß. „Dass ich hier überhaupt reiten darf und jetzt noch eine zweite Chance bekomme, ist schon mega. Vor allem mit meinem jungen Pferd ist jede Runde hier unglaublich wertvoll. Ich freue mich darauf, noch einmal einzureiten und weitere Erfahrungen zu sammeln.“

ERGEBNISSE

ERGEBNISSE
1. Kate Shoemaker (USA), Vianne, 78,7889 Prozent
2. Anna-Lena Niehues (GER), Vive l‘Amour, 74,639
3. Nicola Naylor (GBR), Humberto L, 73,861 %
19. Julia Mitterhuemer (AUT), Showgirl 4, 63,417 %

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