Knapp an der EM-Medaille vorbei

Mit insgesamt fünf Medaillen – zwei Mal Gold und drei Mal Silber – haben Österreichs Voltigierer:innen bei den FEI Europameisterschaften der Junioren (U18) und Young Vaulter (U21) im französischen Le Mans ein starkes Ergebnis erzielt. Einen wesentlichen Anteil am starken österreichischen Auftritt hatten auch die steirischen Athlet:innen, auch wenn es am Ende nicht für steirisches Edelmetall gereicht hat: Eva Koren und Julia Alber verpassten im Junioren-Pas-de-Deux als Vierte nur hauchdünn eine Medaille, Fabiana Kroath turnte bei ihrer ersten Europameisterschaft auf Rang sieben und Josef Schellnegger bestätigte mit Platz neun erneut seinen Platz in der europäischen Spitze.


Für den emotionalen Höhepunkt aus steirischer Sicht sorgten Eva Koren und Julia Alber von der Voltigiergruppe Messendorfberg. Das Duo zeigte gemeinsam mit dem Pferd Killoughter Water Lilley und Longenführerin Melanie Neubauer zwei starke Runden und belegte – wie bereits bei der Heim-WM 2025 in Stadl-Paura – mit 7.703 Punkten den undankbaren vierten Platz. Gold ging an die Salzburgerinnen Lara Scherer und Julia Hasse (7.862 Punkte).
„Leider hatten wir bei unserem letzten Junioren-Championat gemeinsam in beiden Runden eine grobe Unsauberkeit, was uns – wie schon im Vorjahr – knapp an der Medaille vorbeischrammen ließ. Wir freuen uns aber riesig für unsere Salzburger Kolleginnen, die Gold gewonnen haben. Unser Pferd Killoughter Water Lilley hat sich gemeinsam mit Melanie Neubauer an der Longe von der Trainingsrunde bis zu den beiden Wettkampfrunden enorm gesteigert. Darauf sind wir als gesamtes Team unglaublich stolz“, resümierte das Duo unisono.

Auch Josef Schellnegger zeigte bei seinem zweiten internationalen Championat eine konstante Leistung. Der Steirer vom RSC Lindenhof belegte im Junioren-Einzel mit Aragorn Elmar XV an der Longe von Sabine Frauenschuh den neunten Platz (7.313 Punkte) und wiederholte damit exakt sein Ergebnis von der Heim-WM 2025 in Stadl-Paura.

Kroath überzeugt bei EM-Debüt mit Platz sieben

Im Bewerb der Young Vaulter Damen feierte Fabiana Kroath ein gelungenes Europameisterschaftsdebüt. Die Steirerin vom RVV Quirinus präsentierte sich gemeinsam mit Louis Bonheur und Longenführerin Lena Kalcher-Prein über alle drei Runden hinweg konstant und wurde mit einer Endnote von 7,994 auf dem hervorragenden siebten Rang klassiert.

„Ich bin sehr zufrieden mit meinen drei Runden und meiner Platzierung bei meiner ersten Europameisterschaft. Mein besonderer Dank gilt meinem Pferd Louis, auf den immer Verlass ist, meiner Trainerin und Longenführerin Lena Kalcher-Prein sowie allen, die mich unterstützt haben – vor allem Lara und Sophie“, freute sich Kroath.

Während Kroath damit ein starkes internationales Debüt gelang, sorgten ihre österreichischen Teamkolleg:innen für ein außergewöhnliches Gesamtergebnis. Antonia Mayerhofer (NÖ) und Fanny Seidl (S) holten Gold und Silber bei den Juniorinnen, Lara Scherer und Julia Hasse sicherten sich Gold im Junioren-Pas-de-Deux. Am Schlusstag kamen Silber für die Juniorengruppe der UVG Rot Weiss Salzburg sowie Silber für Clara Ludwiczek (T) bei den Young Vaulter Damen hinzu. Damit kehrte Österreich mit insgesamt fünf Medaillen von den Europameisterschaften in Le Mans zurück und bestätigte eindrucksvoll seine Stellung als eine der führenden Nationen im internationalen Voltigiersport.

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