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Weltcupfinal-Debüt erfolgreich abgeschlossen: Kendlbacher beendet Kür auf Platz 14

Bettina Kendlbacher und Broadmoars Don Alfredo AWÖ schlossen ihr Weltcupdebüt in den USA in der Nacht auf Sonntag mit Platz 14 mit 72,010 Prozentpunkten in der Kür ab. Österreich war durch die Steirerin zum ersten Mal seit 2018 wieder in einem Dressur-Weltcupfinale vertreten.

Nach dem gelungenen Grand Prix am Donnerstag in der beeindruckenden Dickies Arena (Fassungsvermögen 14.000 Plätze) von Fort Worth im US-Bundesstaat Texas mit 68,196 Prozent und Platz 11, hatte die ehrgeizige Dressurreiterin eigentlich einen Top-10-Platz im Visier. Immerhin war Rang 10 nur 0,179 Prozentpunkte entfernt, sogar Platz 8 lag mit 0,787 Punkten Rückstand durchaus in Reichweite.

„Ich habe unseren Ritt zwar noch nicht gesehen, aber vom Gefühl her, sind wir nicht so in den Fluss gekommen, wie ich es mir gewünscht hätte", sagte Bettina Kendlbacher, die im Anschluss an ihre Kür gleich zur Dopingkontrolle musste, in einer ersten Reaktion.

„Natürlich ist man als Sportlerin immer ehrgeizig und ich habe ganz insgeheim gehofft, wenn ich eine gute Runde habe, dass ich unter die Top-10 komme. Im Grand Prix war es ja auch ganz knapp, sogar Platz 8 wäre möglich gewesen. In der unmittelbaren Vorbereitung auf die Kür, beim Abreiten war er wirklich so gut und ich habe das Gefühl gehabt, wir sind beide so extrem super drauf. Aber in der Halle drüben hat er sich dann aufgezogen, dazwischen war er wieder gut, dann war er wieder angespannt", beschreibt Kendlbacher, die im Vorjahr ihr EM-Debüt gefeiert hatte.

Kendlbachers abschließendes Fazit: „Insgesamt war es unglaublich cool, dass ich hier beim Weltcupfinale dabei sein durfte, Fredi (Anm.: Stallname von Don Alfredo) hat seinen ersten Flug absolviert, wir nehmen enorm viel positive Eindrücke von hier mit. Ich hätte es unterm Strich nur gerne besser gemacht, hätte meine Nation gerne ein bisschen würdiger vertreten. Es gilt jetzt daran zu arbeiten, dass Fredi auch in so einer Atmosphäre mehr bei mir bleibt. Das ist natürlich schwierig, weil man das zu Hause nicht üben kann. Aber wir nehmen diese Erfahrung von hier mit und machen gemeinsam den nächsten Schritt. Ich werde weiter an mir arbeiten, an meiner Persönlichkeitsentwicklung und an uns beiden, an dem, dass der Fredi mir da noch ein Stück weiter sein Vertrauen schenkt, damit wir dann gemeinsam noch besser performen können.“

Ergebnis – Grand Prix Kür, Weltcupfinale Fort Worth (USA):
1. Becky Moody (GBR), Jagerbomb – 88,330 %
2. Christian Simonson (USA), Indian Rock – 83,810 %
3. Sandra Sysojeva (POL), Maxima Bella – 80,770 %
4. Patrik Kittel (SWE), Touchdown – 80,260 %
5. Raphael Netz (GER), DSP Dieudonne – 79,245 %
6. Julio Mendoza Loor (ECU), Jewel’s Goldstrike – 78,645 %
7. Alexa Fairchild (BEL), Fairplay – 78,005 %
8. Moritz Treffinger (GER), Fiderdance – 77,360 %
9. Kevin Kohmann (USA), Duenensee – 76,730 %
10. Benjamin Ebeling (USA), Bellena – 74,965 %
14. Bettina Kendlbacher (AUT), Broadmoars Don Alfredo AWÖ – 72,010 %
Ergebnis Kür im Detail
Ergebnis Grand Prix im Detail

Die angefügten Fotos von Bettina Kendlbacher und Don Alfredo beim Dressur-Weltcup im Rahmen des German Masters in Stuttgart aus dem November des Vorjahres sind bei ausschließlicher redaktioneller Verwendung mit dem Fotocredit © OEPS/Tomas Holcbecher honorarfrei verwendbar. Fotos vom Weltcupfinale gibt es unter flickr.com/photos/gallery_fei


Bettina Kendlbacher im exklusiven Kreis der Dressur-Weltcupfinalist:innen 2026 in Fort Worth (USA). Foto (c) FEI

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